Komitee Kulturland-Schutz gegründet. Abstimmungsstopp gefordert

Gruendung Schwyzer Land in Bauernhand

Rund zwanzig Interessierte folgten der Einladung von Hermann Fischlin zur Gründungsversammlung des Komitees «Schwyzer Land in Bauernhand» auf dem Moosberg in Illgau. Sie hörten ein fundiertes Referat über die Hintergründe des geplanten Landkaufs und die Problematik des schwindenden landwirtschaftlichen Bodens.

In der anschliessenden Diskussion war die Ernährungssicherheit ein grosses Thema. Ebenfalls beschäftigte sehr, dass nicht gewählte Organisationen wie zum Beispiel Naturschutzorganisationen einen immer grösseren Einfluss haben und Forderungen stellen, die weit über das gesetzliche Mass hinausschiessen.

Dies ist ein Grund, warum immer mehr landwirtschaftlicher Boden verschwindet.

Das Komitee setzt sich langfristig für besseren Schutz des Kulturlands und für eine sichere, souveräne Lebensmittelversorgung der Schweizer Bevölkerung. 

Weitere info auf der Komitee Webseite

MEDIENMITTEILUNG

Illgau, 3. Mai 2026

Geplanter Landkauf des Bezirks Schwyz ist gesetzeswidrig

Komitee «Schwyzer Land in Bauernhand» gegründet — und fordert Stopp der Abstimmung

Eine Regierungsratsantwort auf ein Postulat in Nidwalden aus dem Jahr 2022 hält klar fest: «Insbesondere ist es dem Gemeinwesen gestützt auf Art. 65 Abs. 1 Bst. b BGBB nicht erlaubt, landwirtschaftliche Grundstücke als strategische Landreserve zu erwerben.» Die rund zwanzig Gründungsmitglieder des Komitees «Schwyzer Land in Bauernhand» sind sich einig: Der geplante Landkauf auf Reserve durch den Bezirk Schwyz verstösst gegen geltendes Recht — die Abstimmung darf so nicht stattfinden.

Hermann Fischlin hatte zur Gründungsversammlung auf den Moosberg in Illgau eingeladen. Rund zwanzig Interessierte folgten der Einladung und hörten ein fundiertes Referat über die Hintergründe des geplanten Landkaufs und die Problematik des schwindenden landwirtschaftlichen Bodens.

Ernährungssicherheit in Gefahr

Die Zahlen sind alarmierend: Jede Sekunde verschwindet 0.7 m² landwirtschaftlicher Boden in der Schweiz. Bereits heute kann nur noch jeder zweite Schweizer mit einheimischer Produktion ernährt werden. In einer Krisensituation wäre die Versorgung der Bevölkerung überhaupt nicht mehr gewährleistet.

Es ist enorm wichtig, dass Bauernfamilien eigenes Land bewirtschaften können. Landkauf für Bauern wird aber fast unmöglich, wenn in Zukunft Gemeinden, Bezirke und Kantone den dreifachen Preis zahlen – wie beim Bezirk geplant – und Bauern gemäss Gesetz maximal einen Drittel davon zahlen dürfen. An das bäuerliche Bodenrecht muss sich auch der Bezirk halten, wie es der Regierungsrat Nidwalden im 2022 korrekt feststellte.

Forderung des Komitees

Das Komitee fordert den Bezirk Schwyz auf, den geplanten Landkauf zu stoppen und die Abstimmung nicht durchzuführen. Diese Medienmitteilung geht auch direkt an den Bezirk. Das Komitee wird die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Gesetzeswidrigkeit und den überhöhten Kaufpreis informieren.

Darüber hinaus setzt sich das Komitee langfristig für besseren Schutz des Kulturlands und eine sichere, souveräne Lebensmittelversorgung der Schweizer Bevölkerung ein.

Kontakt:

Hermann Fischlin, Komitee «Schwyzer Land in Bauernhand» schwyz@kulturland-schutz.ch 

www.kulturland-schutz.ch

Regierungsratsantwort NW: https://www.nw.ch/politbusiness/86915