Leserbrief: Frei ist nur, wer Bargeld gebraucht
Zur Abstimmung über die Bargeldinitiative vom 8. März.
Soll die Obrigkeit steuern, wofür wir unser Geld ausgeben? Sollen die Regierenden entscheiden, wer sein hart verdientes Geld frei einsetzen darf?
Bargeld ist unbestritten Freiheit! Bargeld kann frei gehortet, frei ausgegeben, sogar frei vernichtet werden, ohne dass jemand reinreden kann, es funktioniert unabhängig, ohne Strom und Internet. Bei allen elektronischen Zahlungsmmitteln und vor allem beim geplanten digitalen Zentralbankgeld sieht es ganz anders aus: Da können die Mächtigen programmieren, wofür jeder sein Geld ausgeben darf. Zum Beispiel nur begrenzt für Fleisch oder Diesel, unbegrenzt für CO2 Zertifikate und Windkraftflatterstrom, immer oder nur wenn es dann welchen gibt. Jede Zahlung wird protokolliert und gesammelt und trägt zum gläsernen, manipulierbaren Bürger bei. Darüber hinaus fliessen bei jeder Karten- und Smartphonezahlung beträchtliche Gebühren an Geldinstitute, ohne dass diese zur Wertschöpfung beitragen.
Die Bargeldinitiative gibt Gegensteuer dazu. Sie verpflichtet den Staat, immer für genügend Bargeld zu sorgen und so jeden der will, selbstbestimmt über sein eigenes Geld entscheiden zu lassen. Ein guter Ansatz, der unbedingt befürwortet werden soll. Aber! Jeder ist selber für seine Freiheit verantwortlich und so ist nur Frei, wer seine Freiheit und sein Bargeld auch gebraucht. Freiheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung dem Staat zu delegieren reicht nicht aus.
Zahlt mit Bargeld und fordert, dass ihr mit Bargeld zahlen könnt, wo es nicht angeboten wird. So fliesst der ganze Betrag zum Handwerker oder Marktstand, ohne Gebührenabzug.
Jeder kann zur Freiheit beitragen. Mit einem Ja zur Bargeldinitiative und fleissigem Bargeldgebrauch. Jeder ist selber seines Glücks-Fünfliber Schmied.
Josef Ender, Ibach
Veröffentlicht auf arth-online.ch und im Bote der Urschweiz
