Digitale Souveränität für den Kanton Schwyz!

Die Bundeskanzlei hat es offiziell bestätigt: Open-Source funktioniert. Ab Ende 2027 nutzen 3000 Bundesangestellte souveräne Open-Source-Arbeitsplätze. Der Bundesrat hat digitale Souveränität zum Fokusthema der Strategie Digitale Schweiz erklärt.

Im Kanton Schwyz läuft es leider anders. Aktuell setze ich mich zusammen mit den Frye Schwyzer intensiv ein, damit der Kanton Schwyz die Grundlagendokumente veröffentlicht, die zum Microsoft 365 Entscheid führten.

Am 2. April informierte der Schwyzer Regierungsrat, dass er Informatikdienste wie E-Mail und Telefonie in die US-Cloud Microsoft 365 auslagert. Die Frye Schwyzer kritisierten den Entscheid sofort:

  • Verlust der digitalen Souveränität des Kantons
  • die mögliche Unterstellung besonders schützenswerter Personendaten unter US-Recht
  • den möglichen Zugriff ausländischer Behörden auf diese Daten
  • massiven Abfluss von Schwyzer Steuergeldern an US-Konzern

Sofort forderte ich beim Schwyzer Regierungsrat die beiden (vom Steuerzahler finanzierten) Studien an, welche zum Entschluss führten. Es dauerte etwa zwei Monate bis ich endlich Antwort erhielt: Der Regierungsratsbeschluss wurde zu grossen Teilen geschwärzt und die beiden Dokumente will der Kanton komplett geheimhalten und behauptet, Open Source sei nicht ausgereift. Das Schlichtungsverfahren vor der Öffentlichkeitsbeauftragten hat keine Einigung gebracht. Der Kanton hat sich keinen Milimeter bewegt. Wir behalten uns vor, vor Verwaltungsgericht zu klagen.

Alles dazu unter Aktuelles

Ausschaffungszentrum Buosingen

Am 23. Mai 2026 stand ein kleines Grüppchen als Mahnwache bei der Ausstellung zum Siegerprojekt des Ausschaffungszentrums Buosingen.

Ich finde es sehr wichtig, dass man Leuten in Not hilft und dass die neutrale Schweiz Zufluchtsort ist für Menschen, die an Leib und Leben gefährdet sind.

Das Ausschaffungszentrum soll aber nur für abgewiesene Asylbewerber gebaut werden. Diese haben das ordentliche Verfahren durchlaufen und es wurde festgestellt, dass sie ohne Gefahr in ihre Heimat zurückkehren können. 

Sie weigern sich aber heimzureisen und halten sich hier illegal auf unsere Kosten auf. Wen wunderts, wenn ihnen eine solche Wohlfühloase angeboten werden soll. Viele Schweizer und vor allem Leute in Altersheimen müssen in weniger luxuriösen Unterkünften leben und teuer dafür bezahlen. 

Pläne und Visualisierungen des geplanten Bauprojekts in diesem Video

Bauprojekt Ausschaffungszentrum Buosingen
Neutralität

In meinem neusten Leserbrief, greife ich ein Thema auf, das leider viel zu wenig beachtet wird in der Abstimmungsdiskussion: Neutralität ist auch Standortförderung!

Neutralität ist digitales Gold

Internationale Fachartikel zur IT-Sicherheit heben die Schweizer Neutralität immer wieder als klaren Standortvorteil hervor.

Viele Firmen vertrauen nicht nur auf Hochsicherheits-Rechenzentren im Gotthardmassiv. Die Schweizerische Stabilität, politische Unabhängigkeit und Neutralität schafft Vertrauen. All dies schützt den sicheren Betrieb, gewährleistet die permanente Stromversorgung und schafft stabile Verhältnisse. Was nützt das bombensichere Rechenzentrum tief im Alpenmassiv, wenn rundherum die Strom- und Internetleitungen zerstört sind? Firmen wählen ihre Datencenter auch nach Sicherheit und Stabilität eines Landes aus. Wenn dieses Land plötzlich die Spielregeln ändert und von Neutralität auf Sanktionen umstellt, sind die wertvollen Daten im schlimmsten Fall verloren. Betroffene Firmen suchen schleunigst einen verlässlicheren Ort für ihre wertvollen Daten.

Feinde greifen heute übers Internet auch die Gotthardbunker an. Je neutraler ein Land, desto weniger Cyberangriffe.

Vor allem amerikanische IT-Sicherheitsspezialisten loben die sichere, neutrale und politisch stabile Schweiz in den IT-Sicherheitshimmel. Sie vertrauen darauf wie aufs Schweizer Taschenmesser aus Ibach. Schweizer Internetdienste wie der E-Mail Anbieter Protonmail werden von internationalen Experten als besonders sicher eingestuft. Nicht zuletzt wegen der Neutralität.

Dieses hohe Ansehen, die Schweizer Stabilität und Neutralität ist ein riesiger Standortvorteil und soll unbedingt zur Standortförderung genutzt werden. Es bietet enormes Potential für unsere Wirtschaft, besonders für Rechenzentren auf Schweizer Boden.

Stärken wir also dieses Vertrauen als verlässlicher Partner mit einem klaren Ja zur Schweizer Neutralität. Für eine starke Wirtschaft und gesicherten Wohlstand.

Viele Grüsse

Josef Ender

 

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